Tischtennis: TVE siegt am “Black Friday” mit 9:5 in Zell!

Während es an diesem Freitag in den Geschäften überall Rabatte gab, bekamen wir an der Platte nichts geschenkt. Obwohl wir schon öfters in Zell gespielt hatten, war es nun das erste Mal, dass wir im neuen “Dorfgemeinschaftshaus“, das von den Zeller Vereinen mit viel Eigenleistung gebaut wurde, aufschlagen durften. Dass dort so ein schönes Gemeinschaftsprojekt entstand, ist umso erstaunlicher, wenn man weiß, dass es in Zell einen eingetragenen Verein gibt, der sich “CdR” (Club der Rumhocker) nennt, wie das Bild hier beweist.

Das “Konzept” dieses Hauses ist ebenso simpel wie genial, da nämlich die Dorfwirtschaft quasi komplett in den Sportbetrieb integriert ist – nach dem Motto “play & eat” eine perfekte Symbiose also.

Da wir schon mehrere Jahre nicht mehr in Zell waren, wussten wir nicht so recht, wie stark die Mannschaft ist, zumal die Utensilien, die wir in der Umkleide vorfanden, besondere Qualitäten erahnen ließen.

Während wir von den drei Eingangsdoppeln zwei gewinnen konnten, gingen die nächsten beiden Spiele im vorderen Paarkreuz (P.Denlöffel, Tröbelsberger) wieder an den Gastgeber.

Jetzt war es wichtig, dass wir im mittleren Paarkreuz punkteten, wo Hans Hölzle und Peter Martin ran mussten. Peter hatte sich dazu einen besonderen Coup einfallen lassen. Er hatte kurzerhand seine jüngste Tochter Britta (bitte nicht mit BRITA-Filter verwechseln) und ihren Freund als “Special Supporter” eingeladen, die mittlerweile in Grönenbach wohnen.

Und es funktionierte! Peter gelang es mit familiärer, psychologischer Unterstützung beide Spiele nach guter Leistung und spannenden Spielen jeweils im 5. Satz zu gewinnen.

Von nun an fluschte es dann richtig. Auch das hintere Paarkreuz (Konrad, Haaf) steuerte die nötigen Punkte – gegen nicht ganz so starke Gegner – bei, und Harry war es dann auch vorbehalten, den Deckel drauf zu machen.

In der Dorfwirtschaft wurden wir dann äußerst positiv überrascht. Hätte man in Zell vielleicht nur einfache Hausmannskost erwartet, so wurde dort nun der kulinarische Bogen vom Allgäu in den Balkan gespannt. So ganz nebenbei engagierten wir uns dann auch noch für die Mitarbeiter in der Kneipe und forderten den aus Serbien stammenden Wirt zur Einhaltung der EU-Sozialstandard auf.

Hatte dieser doch seine polnische Bedienung, die übrigens nicht nur sehr freundlich sondern auch noch sehr attraktiv war, hinter dem Tresen lautstark gerügt, sie hätte zuviel Schnaps in die Gaißen gemischt – so was geht ja gar nicht. Sicherheitshalber hat dann auch noch ein Zeller TT-Spieler Vergangenheit und Zukunft der Dame aus der Hand gelesen und sozusagen ihr seelisches Gleichgewicht wieder hergestellt.

Unser “Joker” Britta, die in manchen Dingen ihren Vater mittlerweile um Längen schlägt 😉